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Verkäufer, Kaufmann im Einzelhandel, Filialleitung: drei Rollen im Vergleich

Was die häufigsten Stellen im Laden unterscheidet, von der Ausbildung bis zur Verantwortung.

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Aufgaben im Verkaufsraum

Verkäuferinnen und Verkäufer beraten Kundschaft, füllen Regale auf, prüfen Preise und Haltbarkeit, nehmen Ware an und kassieren. In kleinen Geschäften übernimmt eine Person oft alles davon. In großen Märkten gibt es feste Bereiche wie Kasse, Frischetheke oder Warenannahme, und du wirst meist einem davon zugeteilt.

Kaufleute im Einzelhandel machen dieselbe Arbeit auf der Fläche. Dazu kommen kaufmännische Aufgaben: Bestellungen planen, Bestände auswerten, Aktionen vorbereiten und Umsatzzahlen lesen. In vielen Filialen vertreten sie die Leitung, wenn diese nicht da ist.

Die Filialleitung verantwortet den ganzen Laden. Sie plant den Personaleinsatz, schreibt Dienstpläne, arbeitet neue Kolleginnen und Kollegen ein, führt Inventuren durch und steht im Kontakt mit der Bezirks- oder Regionalleitung. Sie steht trotzdem oft selbst auf der Fläche oder an der Kasse.

Qualifikation im Überblick

MerkmalVerkäuferKaufmann im EinzelhandelFilialleitung
Ausbildung2 Jahre, IHK3 Jahre, IHKkeine eigene Ausbildung
SchwerpunktBeratung, Kasse, WareVerkauf und WarenwirtschaftPersonal, Zahlen, Organisation
Typischer WegEinstieg auf der FlächeStellvertretung möglichBerufserfahrung oder Fortbildung

Beide Ausbildungen sind in einer gemeinsamen Verordnung von 2017 geregelt. Wer die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer abgeschlossen hat, kann im dritten Jahr zum Kaufmann im Einzelhandel weitermachen. Leistungen aus der Verkäuferprüfung werden dann als erster Teil der Abschlussprüfung angerechnet.

Der Weg zur Filialleitung

Filialleitungen kommen meist aus dem Verkauf. Viele Handelsunternehmen setzen erfahrene Kaufleute zuerst als stellvertretende Filialleitung ein. Eine anerkannte Aufstiegsfortbildung ist der Geprüfte Handelsfachwirt der IHK. Zur Prüfung zugelassen wird zum Beispiel, wer eine dreijährige kaufmännische Ausbildung im Handel und mindestens ein Jahr Berufspraxis im Handel nachweist. Nach der Verkäuferausbildung sind zwei Jahre Praxis nötig.

Auf dieser Seite steht Filialleitung auch für Bäckereien, Drogerien oder Fachgeschäfte. Lies deshalb genau, wie groß das Team ist, ob du eine oder mehrere Filialen führst und wer die Dienstpläne freigibt.

Für die Stellvertretung zählt vor allem, dass du Abläufe sicher beherrschst: Kassenabrechnung, Warenbestellung, Öffnen und Schließen der Filiale. Wer diese Aufgaben schon übernommen hat, sollte das im Lebenslauf konkret nennen.

Ein Tag in drei Rollen

Im Verkauf beginnt der Tag oft vor der Öffnung mit Warenannahme und Auffüllen, danach wechseln sich Kasse, Beratung und Regalpflege ab. Kaufleute prüfen zusätzlich Bestellvorschläge, kümmern sich um Preisänderungen und werten aus, was sich schlecht verkauft. Die Filialleitung beginnt häufig mit einem Blick auf Personal und Umsatz des Vortags, klärt Ausfälle im Dienstplan und bespricht Aktionen mit dem Team.

Wenn du zwischen zwei Stellen schwankst, frag nach dem Anteil an Kassenzeit, Warenverräumung und Büroarbeit. Diese Mischung bestimmt deinen Alltag stärker als der Titel in der Anzeige.

Gehälter auf dieser Seite

Typische Gehälter für häufige Stellen:

28.000–36.000 € brutto/Jahr
Kaufmann im Einzelhandel / Verkäufer / Quereinsteiger (m/w/d), CENTERSHOP Korn Vertriebs GmbH & Co. KG, Grevenbroich und Umgebung
35.000–45.000 € brutto/Jahr
Stellvertretende Filialleitung (m/w/d), Multicycle Fahrrad-Handels GmbH & Co. KG, Baden-Baden und Umgebung
45.000–60.000 € brutto/Jahr
Kaufmännische Filialleitung (m/w/d), Joblocal, Köln

Wochenstunden, Tarifbindung und Region verändern das tatsächliche Gehalt deutlich.

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